• Generationenhaus

Generationenhaus

06.09.2018    

Mein Haus, mein Zuhause - Fernab von Autobahn und Hauptstrasse mit einem prächtigen Blick auf den Säntis liegt im Weiler Oberarnegg das umgebaute ehemalige Bauernhaus der Familie Ledergerber. Drei Generationen wohnen unter dem gleichen Dach und geniessen das friedvolle Familienleben. Kürzlich ist die junge Familie in ihre umgebaute Wohnung eingezogen – ein Teil davon ist die ehemalige Scheune.

Die Familie Ledergerber, bestehend aus der Grossmutter Margrit (78), ihrem Sohn Werner (47), seiner Frau Riccarda (38) und den beiden Buben Nik (8) und Gian (6) leben dort, wo sich sprichwörtlich Fuchs und Hase Gutnacht sagen.

Für die Edlen von Andwil
Nach Oberarnegg fährt man über Land, vorbei zieht eine wunderbare, leicht hügelige Landschaft geprägt von Landwirtschaft. In Oberarnegg auf 670m.ü.M. angekommen, präsentiert sich ein schmucker kleiner Weiler mit grosser Geschichte. Der Weiler steht unter kantonalem Denkmalschutz, er war einst Zentrum der Herrschaft Neu-Andwil und gehörte bis 1669 den Edlen von Andwil. Das Baujahr des historischen Wohnhauses ist ungewiss, aufgrund gefundener Dokumente geht man davon aus, dass es um das 16. Jahrhundert erbaut wurde. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Haus im Besitz der Familie Ledergeber, heute wohnt bereits die fünfte Generation darin. In den letzten sechzig Jahren wurde dreimal renoviert bzw. umgebaut. Der bisher grösste Umbau folgte 2017/18 mit der Umgestaltung des ehemaligen Estrichs und der Scheune zu einem 220m2 grossen Bijou für die vierköpfige Familie. Neu beheimatet das Haus drei Wohnungen. In der mittleren lebt die Grossmutter, die untere Wohnung, in der bis jetzt die junge Generation wohnte, wurde vermietet.

Grosszügiger, moderner Wohnraum
Der alte Hauseingang und die enge Treppe lassen nicht erahnen, welch grossszügige Wohnlandschaft sich gleich präsentieren wird. Es wurde bewusst auf auffällige Farben und zuviele verschiedenen Materialien verzichtet, neben Holz ist alles in weiss, grau oder schwarz gehalten. Viel des ursprünglichen Holzes der Scheune wurde wiederverwendet, sei es als Wand, als Tisch oder als Treppenstufe. Alles ist durchdacht und mit Liebe gestaltet, eine gelungene Verbindung von Tradition mit Moderne. Die Familie präsentiert ihr frisch bezogenes Wohnreich sichtlich mit Stolz. Auf die Frage, was am besten gefällt, fällt die Entscheidung einerseits auf die eingebaute Loggia, die ein natürlicher Teil des Wohnzimmers und gleichzeitig einen geschätzten Aussenraum darstellt mit tollem Blick auf den Säntis. Andererseits schwärmen Werner und Riccarda von ihrer schwarzen, grosszügigen Küche.

Liebevolles Miteinander
Werner Ledergerber ist bereits im Haus geboren worden. Als jüngstes von fünf Kindern war für ihn bald einmal klar, dass er sein Elternhaus weiterpflegen möchte. Der Bereichsleiter Laufsport hat sein Hobby – Sport- zum Beruf gemacht. Riccarda, seine Frau, arbeitet 30% am Empfang einer öffentlichen Verwaltung. Die Grossmutter Margrit ist noch sehr fit und aktiv und übernimmt unter der Woche den Kochdienst für alle. Am Wochenende muss sie in der Regel nicht selber kochen, dann wird sie von der jüngeren Generation verwöhnt. Den grossen Gemüsegarten pflegt sie ebenfalls, ihre Schwiegertochter hilft beim Einmachen des vielen Gemüses und Obstes. Ein schmuckes Hühnerhaus beherbergt zur Zeit vier Hühner. Den Abend geniesst die Familie oft beim idyllischen Sitzplatz mit Biotop neben dem Haus. Wer weiss, vielleicht können sie sogar zuschauen, wie sich Fuchs und Hase Gutnacht sagen.